Martina Beck

Jede Medaille hat ihre eigene Geschichte

Eigentlich wollte ich immer Hebamme werden, doch dann habe ich mich ja für den Sport entschieden. Bis 1992 bin ich Alpin-Ski gefahren, habe geturnt und Fußball gespielt; mein damaliger Heimtrainer hat mich bei einem Schullanglaufrennen gesehen und mich gefragt, ob ich mal zu einem Biathlontraining kommen möchte. Es hat mir gefallen und ich bin dabei geblieben. Jetzt kann ich auf Weltmeistertitel zurückblicken, habe Olympiamedaillen und den Gesamtweltcup gewonnen. Ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe, und neugierig, auf das, was kommt. Das Leben ist schön und facettenreich. Ich liebe die Natur und Tiere. Das beeindruckendste Erlebnis in meinem Leben war ein Tauchgang mit einem Walhai.

Erfolge

Olympische Winterspiele

Vancouver 2010

- Bronze (Staffel)

Turin 2006

Salt Lake City 2002

Weltmeisterschaften

Pyeongchang 2009

Östersund 2008

Antholz 2007

Oberhof 2004

Khanty Mansiysk 2003

Pokljuka 2001

Weltcup

Vita

Name
Geburtsname:

Martina Beck
Glagow

Geburtstag

21.09.1979

Geburtsort

Garmisch-Partenkirchen

Sternzeichen

Jungfrau

Eltern

Mama Anneliese und Papa Martin

Geschwister
Ehemann
verheiratet seit

Schwester Anja 2 1/2 Jahre jünger
Günther (Arzt)
26. Juli 2008

Beruf

Polizeiobermeisterin bei der Bundespolizei

Größe/Gewicht

158 cm/48 kg

Hobbys

tauchen –hab 2000 meinen Tauchschein gemacht; bei meinen Fotos findet ihr viele Bilder von meinen Tauchgängen, das beeindruckendste Erlebnis (in meinem ganzen Leben) war ein Tauchgang mit einem Walhai

Biathlon seit

1992 – davor bin ich Alpin-Ski gefahren, habe geturnt und Fußball gespielt; mein damaliger Heimtrainer hat mich bei einem Schullanglaufrennen gesehen und mich gefragt ob ich mal zu einem Biathlontraining kommen möchte - es hat mir gefallen und ich bin dabei geblieben

Seit wann Profi

1996 bin ich in den C-Kader gekommen. Da ich auf keiner Sportschule war, konnte ich leider nicht so einfach zu Lehrgängen fahren... Hab' nach der 10. Klasse Gymnasium mit der Mittleren Reife die Schule abgebrochen und bin auf die BpolSpSch gegangen.

BpolSpSch

Bundespolizei Sportschule in Bad Endorf - die Ausbildung sah folgendermaßen aus: in den ersten 3 Jahren jeweils 4 Monate Ausbildung (Anfang April-Ende Juli) und im 4. Jahr 6 Monate Laufbahnlehrgang (Anfang April-Ende September). Training war so meistens nur einmal am Tag möglich.

Weltcupdebüt

Im Dezember 1999 habe ich 3 Europacups gewonnen, daraufhin durfte ich bei den Weltcups in Oberhof und Ruhpolding starten. Bei meinem ersten Weltcupeinsatz errang ich den 6. Platz, was für mich die direkte WM Qualifikation bedeutete. Somit durfte ich auch im anschließenden Weltcup in Antholz starten - dort gewann ich bei meinem 4. Weltcupeinsatz das Weltcuprennen und wenige Wochen später feierte ich meinen 2. Weltcupsieg. Damals war ich 20 Jahre alt.

Berufswunsch

Eigentlich wollte ich immer Hebamme werden, doch dann habe ich mich ja für den Sport entschieden.

Warum immer die blaue Mütze?

Die blaue Mütze haben wir schon vor Jahren von meiner damaligen Skifirma bekommen. Ich hatte keine andere und bin damit im Weltcup gelaufen, irgendwie wurde es dann immer mit mir in Verbindung gebracht und jetzt gehört sie beim Biathlon einfach zu mir.

Lieblingsfarbe

Klamotten habe ich gerne in schwarz, khaki und vor allem in grellen farbenfrohen Farben wie gelb, lila und Neonfarben.

Lieblingstier

Ich bin ein sehr tierliebender Mensch. Von mir wird oft die Geschichte erzählt wie ich als Kind bei diversen Fahrradtouren immer vom Bike gesprungen bin und sämtliche Blindschleichen und Weinbergschnecken vom Weg getragen habe.
Beim Tauchen liebe ich es die Tiere einfach zu beobachten, vor allem Muränen, Schildkröten - das Highlight waren Mantas und der Walhai.

Lieblingsblume

Sonnenblumen und Orchideen sind meine Favoriten.

Wer ist Deine Zimmerkollegin?

Andrea Henkel ist von Anfang an meine "Zimmerkollegin". In dieser Zeit haben wir sogar fast gelernt uns blind zu verstehen, wir haben uns aneinander "angepasst". Wir sind ein eingespieltes Team - eine kann sich auf die andere verlassen. Mir ist Harmonie sehr wichtig, da wir sehr viel Zeit im Jahr miteinander verbringen und weit von zu Hause weg sind.

Wie würdest Du Dich beschreiben?

Ich bin ein sehr harmoniebedürftiger Familienmensch - sehr tierfreundlich. Meistens mache ich mehrere Dinge gleichzeitig was oft in selbstgemachten Streß ausartet.

Wie bekommt man für's schießen den Puls so schnell runter?

Wir schießen nicht mit Ruhepuls. Wenn wir an den Schießstand kommen haben wir einen Puls von ca. 160 - beim letzten Schuß ca. 140.

Training

An einem Tag in der Woche habe ich frei, sonst noch meist an 2 Nachmittagen. Üblicherweise trainieren wir 2 mal am Tag.

Trainings-Pause

Nach der Saison. Trainingsbeginn für die neue Saison: 1. Mai - meistens noch eine Woche im Juli und September.

Sommertraining

Am Anfang der Saison trainieren wir viel Grundlagenausdauer - vor allem mit dem Rennrad, Mountainbike, zu Fuß, Krafttraining und Schießen natürlich. Im Juli wird es sportartenspezifischer wenn wir mit dem Komplextraining - also schießen unter Belastung - beginnen und vor allem mit Skirollertraining. Die ersten Schneekilometer absolvieren wir im Oktober auf dem Dachsteingletscher.