Name Martina Beck (geb. Glagow)
Geburtstag 21.09.1979
Geburtsort Garmisch-Partenkirchen
Sternzeichen Jungfrau
Eltern Mama Anneliese und Papa Martin
Geschwister Schwester Anja 2 ½ Jahre jünger
Beruf Polizeiobermeisterin bei der Bundespolizei
Größe/Gewicht 158 cm/48 kg
Hobbys tauchen –hab 2000 meinen Tauchschein gemacht; bei meinen Fotos
findet ihr viele Bilder von meinen Tauchgängen, das beeindruckendste Erlebnis (in meinem ganzen Leben) war ein Tauchgang mit einem Walhai
Biathlon seit 1992 –davor bin ich Alpin-Ski gefahren, habe geturnt und Fußball gespielt; mein damaliger Heimtrainer hat mich bei einem Schullanglaufrennen gesehen und mich gefragt ob ich mal zu einem Biathlontraining kommen möchte-es hat mir gefallen und ich bin dabei geblieben
seit wann „Profi“ 1996 bin ich in den C-Kader gekommen; da ich auf keiner Sportschule war, konnte ich leider nicht so einfach zu Lehrgängen fahren…hab nach der 10. Klasse Gymnasium mit der Mittleren Reife die Schule abgebrochen und bin auf die BpolSpSch gegangen
BpolSpSch Bundespolizei Sportschule in Bad Endorf -die Ausbildung sah folgendermaßen aus: in den ersten 3 Jahren jeweils 4 Monate Ausbildung (Anfang April-Ende Juli) und im 4. Jahr 6 Monate Laufbahnlehrgang (Anfang April-Ende September); Training war so meistens nur einmal am Tag möglich
Weltcupdebüt im Dezember 1999 habe ich 3 Europacups gewonnen, daraufhin durfte ich bei den Weltcups in Oberhof und Ruhpolding starten; bei meinem ersten Weltcupeinsatz errang ich den 6. Platz, was für mich die direkte WM Qualifikation bedeutete; somit durfte ich auch im anschließenden Weltcup in Antholz starten; dort gewann ich bei meinem 4. Weltcupeinsatz das Weltcuprennen und wenige Wochen später feierte ich meinen 2. Weltcupsieg; damals war ich 20 Jahre alt
Berufswunsch eigentlich wollte ich immer Hebamme werden, doch dann habe ich mich ja für den Sport entschieden
Warum immer die blaue Mütze? die blaue Mütze haben wir schon vor Jahren von meiner damaligen Skifirma bekommen; ich hatte keine andere und bin damit im Weltcup gelaufen, irgendwie wurde es dann immer mit mir in Verbindung gebracht und jetzt gehört sie beim Biathlon einfach zu mir
Lieblingsfarbe Klamotten habe ich gerne in schwarz, khaki und vor allem in grellen farbenfrohen Farben wie gelb, lila und Neonfarben
Lieblingstier ich bin ein sehr tierliebender Mensch; von mir wird oft die Geschichte erzählt wie ich als Kind bei diversen Fahrradtouren immer vom Bike gesprungen bin und sämtliche Blindschleichen und Weinbergschnecken vom Weg getragen habe; bei Tauchen liebe ich es die Tiere einfach zu beobachten, vor allem Muränen, Schildkröten und das Highlight waren Mantas und der Walhai
Lieblingsblume Sonnenblumen und Orchideen sind meine Favoriten
Wer ist Deine Zimmerkollegin? Andrea Henkel ist von Anfang an meine „Zimmerkollegin“; in dieser Zeit haben wir sogar fast gelernt uns blind zu verstehen, wir haben uns aneinander „angepasst“; wir sind ein eingespieltes Team; eine kann sich auf die andere verlassen; mir ist Harmonie sehr wichtig, da wir sehr viel Zeit im Jahr miteinander verbringen und weit von zu Hause weg sind
Wie würdest Du Dich beschreiben? ich bin ein sehr harmoniebedürftiger Familienmensch; sehr tierfreundlich; meistens mache ich mehrere Dinge gleichzeitig was oft in selbstgemachten Streß ausartet;
Wie bekommt man für´s schießen den Puls so schnell runter? Wir schießen nicht mit Ruhepuls, wenn wir an den Schießstand kommen haben wir einen Puls von ca. 160; beim letzten Schuß ca. 140
Training an einem Tag in der Woche habe ich frei, sonst noch meist an 2 Nachmittagen, sonst trainieren wir 2 mal am Tag
Pause nach der Saison; Trainingsbeginn für die neue Saison: 1. Mai meistens noch eine Woche im Juli und September
Sommertraining am Anfang der Saison trainieren wir viel Grundlagenausdauer, vor allem mit dem Rennrad, Mountainbike, zu Fuß, Krafttreining und schießen natürlich; im Juli wird es sportartenspezifischer wenn wir mit dem Komplextraining , also schießen unter Belastung beginnen und vor allem mit Skirollertraining; die ersten Schneekilometer absolvieren wir im Oktober auf dem Dachsteingletscher


Was bedeuten Dir sportliche Erfolge?
  ein Motto von mir ist, dass es auch wichtigeres gibt als Sport, klar habe ich Ziele – ich möchte noch das ein oder andere erreichen, doch durch Erfolg wird man kein anderer Mensch      

Warst Du überrascht, als Du als erste Deutsche überhaupt 2003 den Gesamt-Weltcup gewonnen hast?
  Natürlich habe ich im Vorfeld nicht damit gerechnet Gesamtweltcup-siegerin zu werden. Als ich dann das gelbe Trikot hatte, war ich sehr motiviert es bis zum Ende zu behalten. Es war ein unbeschreibliches Gefühl als mir die große Kugel übergeben wurde, ich hab mich wahnsinnig gefreut. Daß ich die erste Deutsche bin die das geschafft hat spielt für mich keine Rolle.

Wie gehst Du mit Enttäuschungen um, wenn ein Wettkampf nicht so gut gelaufen ist, wie Du es erwartet hattst?
  Klar bin ich erstmal traurig und enttäuscht von mir selbst, doch das verfliegt nach dem Wettkampf sehr schnell wieder. Ich sag mir, dass es gar nicht so schlimm ist, da es ja noch schlechter laufen hätte können und dass ich es ja schon mal konnte. Auf Abstand gehen ist auch gut. Sich ablenken und einfach was anderes machen und nicht an den Sport denken

Welche der drei Silbermedaillen bedeutet Dir am meisten?
  Über die erste Medaille habe ich mich extrem gefreut, damit habe ich mir einen riesigen Traum erfüllt; diese Medaille war zuerst eine bronzene, die ich dann in eine silberne getauscht bekommen habe (Dopingfall Olga Pyleva); meine 2. Silbermedaille habe ich mir sehr, sehr hart erkämpft, da ich auf der letzten Runde weit über meine Grenzen hinaus gegangen bin, es war einfach wahnsinn noch ein zweite Medaille zu gewinnen und in der Staffel haben wir uns zu viert über die Medaille gefreut-somit kann ich nur sagen, hat jede Medaille ihre eigene besondere Geschichte